Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen hat die 9. Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für den Zeitraum 2025 bis 2045 veröffentlicht. Darin wird dargestellt, wie sich die Bevölkerung in Sachsen voraussichtlich entwickeln könnte, wenn sich die aktuellen demografischen Trends fortsetzen. Grundlage der Berechnung ist der Einwohnerbestand zum 31. Dezember 2024 auf Basis des Zensus 2022.
Nach den vorliegenden Berechnungen lebten Ende 2024 rund 4,04 Millionen Menschen in Sachsen. Bis zum Jahr 2045 wird in allen drei berechneten Varianten mit einem Rückgang der Einwohnerzahl gerechnet. Je nach angenommener Entwicklung könnte Sachsen im Jahr 2045 noch zwischen rund 3,43 Millionen und 3,71 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben.
Die Vorausberechnung zeigt außerdem, dass sich die Altersstruktur weiter verändern wird. Das Durchschnittsalter der sächsischen Bevölkerung lag im Jahr 2024 bei 47,1 Jahren und könnte bis 2045 weiter steigen. Gleichzeitig wird der Anteil jüngerer Menschen voraussichtlich abnehmen, während der Anteil der Menschen ab 65 Jahren weiter zunimmt.
Wichtig ist dabei: Es handelt sich nicht um eine feste Vorhersage, sondern um eine modellhafte Vorausberechnung. Sie basiert auf Annahmen zu Geburten, Sterbefällen sowie Zu und Fortzügen. Besonders auf regionaler und kommunaler Ebene können tatsächliche Entwicklungen durch politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Veränderungen von den Berechnungen abweichen.
Die Bevölkerungsvorausberechnung dient vor allem als Orientierung für Planungen in Landkreisen, Städten und Gemeinden. Sie hilft dabei, künftige Entwicklungen besser einzuschätzen, zum Beispiel bei Infrastruktur, Betreuung, Verwaltung, Wohnen oder Angeboten für ältere Menschen.